Vergütungspläne im Empfehlungsmarketing: Der binäre Plan
Eine Übersicht über die wichtigsten Vergütungspläne finden Sie auf einer anderen Seite in diesem Internetauftritt.
Auf den Vergütungsplan haben Sie keinen Einfluß; dieser wird Ihnen von Ihrer Networkfirma vorgegeben. Dennoch sollten Sie sich damit auseinandersetzen.
Was letztendlich für Sie entscheidend ist, ist die Antwort auf die Frage, wie viele Partner Sie in Ihrer Downline benötigen, um Ihr Wunscheinkommen zu erreichen.
Auch im Empfehlungsmarketing geht es nicht ohne Arbeit (auch wenn manche das zu glauben scheinen), doch nicht alle Networkfirmen zahlen für Ihre Leistung das gleiche Entgelt.
Natürlich wird Ihnen "Ihre" Firma den entsprechenden Vergütungsplan schmackhaft machen wollen - und vielleicht haben Sie ja auch wirklich das Glück, einen besonders lukrativen Plan gefunden zu haben - machen Sie sich jedoch darüber hinaus auch selbst sachkundig!
Faustregel:
Sofern Ihre Bezahlung weniger als 20% vom Umsatz Ihrer Downline ausmacht, sind Sie unterbezahlt!
Jede Networkfirma geht wieder etwas anders vor, damit sich der Vergütungsplan sowohl für die Firma als auch für die Vertriebspartner rechnet. Seien wir jedoch realistisch: Für die Firma rechnet sich der Plan immer!
In diesem Zusammenhang ist ein Fachbegriff interessant:
Breakage
Das ist das durch Sie oder Ihre Downline erbrachte Verkaufsvolumen, für das Sie keine Vergütung erhalten.
Das ist zum Beispiel der Fall, wenn es eine Ebene gibt, ab der Sie nicht mehr beteiligt sind. Es kann sich auch um gewisse Produkte handeln, die aus der Vergütung ausgeschlossen sind.
Allgemein könnte man jede Art von Gewinn, die nicht an Vertriebspartner ausbezahlt wird, als "Breakage" bezeichnen.
In diesem Artikel wollen wir uns nun den binären Vergütungsplan ansehen. Bei dieser Planvariante haben Sie nur ein eine linke und eine rechte Seite zu bilden; nachdem Sie zwei Partner eingebracht haben, muss jeder weitere neue Partner unter einem dieser "Beine" positioniert werden.
Damit soll vor allem Tiefe (statt Breite) geschaffen werden.
Einer der Vorteile ist, dass die Person über Ihnen wahrscheinlich aufgrund dieses Modells ebenfalls Leute unter Ihnen platzieren wird.
Darüber hinaus müssen Sie für den automatischen Versand ("Autoship") mindestens zwei Personen gesponsort haben. Es kann auch sein, dass Sie auf jeder Seite - oder auf Ihrer kleineren Seite - ein Mindestvolumen erreichen müssen, um sich für Provision zu qualifizieren.
Nachteile des binären Plans
Auf Ihre gesamte Downline erhalten niemals mehr als 50% Provision. Falls Sie auf das kleinere "Bein" zum Beispiel 10% erhalten, bedeutet dies in der Praxis, dass Sie auf die gesamte Downline nur 5% erhalten.
Sollte die Monatsabnahme zum Beispiel 100 Euro betragen, so würden Sie in diesem Beispiel pro Person in Ihrer Downline 5 Euro verdienen (sofern diese Person aktiv ist).
Davon ausgehend können Sie sich nun selbst ausrechnen, wie viele aktive Partner Sie brauchen, um Ihr Wunscheinkommen zu erreichen.
Bedenken Sie auch, dass 5 Euro bei diesem Vergütungsplan bereits ein optimischer Ansatz sind!
Erschwerend kommt hinzu, dass es in der Praxis schwierig ist, beide Beine ausgeglichen zu halten, damit Sie potenziell auf das stärkere Bein Provisionen erhalten. Normalerweise geht ein beträchtlicher Teil des Umsatzes im stärkeren Bein an Ihnen vorbei (deshalb oben die Erläuterung von "Breakage").
Sofern Sie bereits mit einer großen Liste starten, kann der binäre Vergütungsplan durchaus sehr lukrativ sein, in der Praxis dürfte es jedoch nicht allzu selten sein, dass Sie an Ihrer gesamten Downline lediglich mit 2% beteiligt sind.
Statistik
Will man den Statistiken glauben, so sponsort der "normale" Vertriebspartner während seiner gesamten Zeit als Networker durchschnittlich 2,7 Personen.
Berücksichtigt man darüber hinaus das Pareto-Prinzip, so bleiben mindestens 80% der Partner passiv (ich würde eher sagen: 90% - zumindest nach einigen Monaten).
Je nachdem, ob Sie im Monat 500, 1000 oder 10.000 Euro verdienen wollen, sollten Sie diese Fakten mit einbeziehen.
In jedem Fall brauchen Sie ständig neue Interessenten (und das Profinetworkingsystem dreht sich ja nicht zuletzt darum, wie Sie Ihre eigene Interessentenliste ständig erweitern).
Falls es Ihnen Ernst damit ist, passive Einnahmen erzielen zu wollen, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, welchen Betrag Sie anpeilen.
Wie viele Leute brauchen Sie in Ihrer Downline, wenn Sie beispielsweise Monat für Monat 10.000 Euro verdienen wollen?
4000? 3000? 2500? 1300? 400?
Der Branchendurchschnitt liegt bei 1300 aktiven Partnern.
Diese Daten können Ihnen zumindest Anhaltspunkte liefern; im Einzelnen hängt es natürlich von den Zahlen und Beträgen in Ihrem Networksystem ab.
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