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|  Was spricht für Gold? Neuordnung des Währungssystems in Bretton Woods
So sehr sich die Länder auch bemühten, waren sie kurz vor dem zweiten Weltkrieg schlichtweg nicht in der Lage, eine ungesunde Währungspolitik weiterzuführen, ohne dass ihre Währungen gleichzeitig am Goldwert gemessen einen Verlust erlitten und eine massive Kapitalflucht einsetzte.
Die einzige Ausnahme war das Deutsche Reich, das diese Ziele mit einer nie dagewesenen wirtschaftlichen Härte durchsetzte.
Während des Weltkriegs erreichten auch andere Ländern eine ziemlich weitreichende Kontrolle über Binnen- und Auslandsdevisen, nach Kriegsende war es den Regierungen jedoch nicht mehr möglich, ihre Haushaltsdefizite nach Belieben aufzublähen und gleichzeitig billige Kredite zu erhalten.
Das war der Hintergrund einer internationalen Währungskonferenz im Juli 1944 im Ort Bretton Woods und der Bildung des Bretton Woods-Systems. Bei dieser Gelegenheit wurde ein Währungssystem eingeführt, das dann fünfundzwanzig Jahre später zusammenbrechen sollte.
Eine Zeitlang sah es so aus, als würde das Bretton Woods-System die Währungsstabilität des Goldstandards wiederherstellen, und zwar, ohne dass Gold gebraucht würde. Das System setzte nicht auf den Markt, sondern auf die sachgerechte Urteilskraft der US-Regierung.
Gerade deshalb konnte es nicht funktionieren! |
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