Nichts ist schlimmer als die Zelle mit einem Followholic teilen zu müssen!
Ein "Alcolholic" sagt sich, "Hol ick noch 'n Bier" Ein "Workaholic": "Hol ick mehr Papier" Ein "Lovaholic": "Hol ich sie zu mir"
Und ein ...
Followholic?
"Folge mir!"
Ein neues Wort wurde geboren; und es ist erklärungsbedürftig.
Natürlich war das immer schon so in der Geschichte der Menschheit: Neue Errungenschaften verlangten nach neuen Worten.
Und obwohl ein Bild angeblich mehr sagt als tausend Worte, existiert etwas nur dann für uns, wofür wir auch ein Wort haben.
Sie haben es sicherlich schon bemerkt. Ich spreche von Twitter.
Bei diesem elektronischen Gezwischere -
• heißen die Kurzmitteilungen "Tweets" • Falls sie weitergesandt werden, verwandeln sie sich in "Retweets" • und Leute, die dieser Epidemie zu Opfer fallen, heißen - bislang noch im englischen Sprachraum - "Tweeple" (ich nenne sie aber trotzdem "Twitterer").
Ein Twitterholic ist jemand, der süchtig nach diesem Medium ist.
Auf die psychologischen oder sonstigen Hintergründe möchte ich hier nicht eingehen, das wäre reine Spekulation (Ich bin kein Psychologe).
Dafür mögen Kindhheitsdefizite, marketingtechnische Überlegungen oder einfach nur die Sympathie für gewisse Menschen oder das Interesse an bestimmten Themen verantwortlich sein.
Wie gesagt, die Analyse überlasse ich anderen.
Mein Standpunkt ist, dass man nicht jedem folgen sollte. Davor hatte uns ja auch schon Mutti gewarnt : "Lauf nicht fremden Leuten nach!"
Man sollte also seine Richtschnur haben. Meine finden Sie in meinem kostenlosen E-Book "Twitterwissen, das Ihnen Flügel macht"
Eine gute Regel könnte auch folgende sein:
Überlegen Sie sich, ob Sie den Leuten, denen Sie folgen, auch 30 Cent fürs Folgendürfen zahlen würden!
Falls die Tweets noch nicht einmal 30 Cent wert sind, warum folgen Sie ihnen dann?
Das wäre doch eine Überlegung wert - oder?
Wenn Sie 5000 Leuten folgen, wären das nach Adam Riese 1.500 Euro. Welchen Nutzen bekommen Sie dafür?
Es ist ganz normal und verständlich, dass man sich am Anfang über jeden neuen Follower freut. Das ging mir genauso.
Als ich 2000 Followers erreicht hatte, musste ich zwangsläufig einige herauslöschen, da ich die Obergrenze erreicht hatte.
Mittlerweile mache ich das mehr oder weniger regelmäßig - Herauslöschen, meine ich.
"To follow or not to follow". Das ist hier die Frage!
Diese Shakespear'sche Frage habe ich von Tweepler abgekupfert.
Im nebenstehenden Beispiel muss ich mir also noch die Webseiten und Kurz-Lebensläufe von 346 Personen ansehen und die Spreu vom Weizen trennen.
Einen weiteres nützlichen Service bietet Twitoria. Sie geben Ihren Twitter-Benutzernamen ein und erhalten für Ihre Followers ein Auswahlmenü mit folgenden Optionen:
- Seit 1 Woche inaktiv - Seit 2 Wochen inaktiv - Seit 1 Monat inaktiv - Seit 6 Monaten inaktiv - Seit 1 Jahr inaktiv.
Es kann durchaus sein, dass jemand etwas Interesantes twittert und sich danach wieder in den Dornröschenschlaf begibt. Mit Twitoria können Sie dies rasch feststellen.