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|  Was spricht für Gold? Der Londoner Goldpool
In den Fünfzigerjahren überflutete der US-Dollar die Welt; über die aus Amerika abfließenden Goldreserven machten sich nur wenige Menschen Gedanken.
Doch irgendwann Anfang der Sechzigerjahre schickte sich der Marktpreis von Gold an, über die offiziellen $ 35,-- pro Feinunze hinauszuschießen. Dieser Eckwert von 35,-- Dollar lag jahrelang über dem Marktpreis, wodurch der Besitz von Dollar interessant war. Als Reaktion auf diesen Anstieg des Goldpreises gründeten die größeren westlichen Zentralbanken 1961 den Londoner Goldpool.
Angeführt von den USA, einigten sich die Banken darauf, Gold zu verkaufen, sobald der Preis über Dollar 35,-- hinauszuschießen drohte.
Dies war jedoch nur solange erfolgreich, wie weltweit keine große Angst vor Inflation herrschte.
Ende der Sechzigerjahre trat die Welt gleichsam einen Schritt zurück, um sich die Auswirkungen des Great Society-Programms und des Vietnamkriegs gründlich anzusehen, welche beide eine enorme Inflation mit sich gebracht hatten.
Der US-Dollar war nun eindeutig überbewertet, und der Goldpreis unterbewertet worden.
Das erste Land, das gegen feste Wechselkurse verstieß, war im November 1967 Großbritannien.
Die Folge war erstmals nach dem Krieg eine massive Flucht in Gold.
Die Zentralbanken wendeten in den nächsten vier Monaten Milliarden von Dollar auf, um den Goldpreis wieder nach unten zu drücken.
Schließlich gaben die Regierungen im März dann doch auf und überließen alles Weitere dem Markt. |
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