|
|
|  Was spricht für Gold? Amerika löst sich vom Goldstandard
Die Präsident Roosevelt nunmehr zugestandene Befugnis, Goldmünzen zu konfiszieren, wurde innerhalb eines Monats nach Verabschiedung des Notstandsgesetzes wahrgenommen.
Am 5. April 1933 wurde ein Goldverbot eingeführt: Von nun an war es in den USA illegal, Gold in welcher Form auch immer zu besitzen (Münzen, Barren oder Zertifikate) - davon ausgenommen blieben nur gewerbliche Goldnutzer.
Diese Krise musste als Vorwand für die Abkehr vom Goldstandard herhalten.
Zunächst wurde behauptet, dass diese Maßnahmen nur solange Gültigkeit besitzen würden, bis die Krise überwunden sei; sie seien also kurzfristiger Art.
Aber am 12. Mai 1933 wurde dann das so genannte Thomas Amendment to the Agriculture Act verabschiedet; hierbei handelte es sich um ein Gesetz, das dem US-Präsidenten die Macht verlieh, die Geldmenge enorm zu erhöhen und den Gehalt des Golddollars bis zur Hälfte zu vermindern.
Senator Glass damals: "Das ist eine Schande! ... Diese Regierung bricht ihr Versprechen, den Witwen und Waisen, denen sie Schuldverschreibungen mit der Zusage verkauft hat, Goldmünzen zum aktuellen Wert zu bezahlen, nunmehr noch Gold zu verkaufen. Sie bricht ihr Versprechen, Papiergeld gegen Gold einzutauschen ..."
Ein weiterer Senator, Thomas Gore aus dem Staat Oklahoma, wurde vom Präsidenten zu einem anderen Gesetz befragt. Der Senator hatte nicht einmal mehr Lust, eine Antwort zu geben ...
"Wozu denn, Herr Präsident? Das ist reiner Diebstahl!
Es fehlte noch ein letzter Schritt. Unter Berufung auf den Gold Reserve Act vom 30. Januar 1934 reduzierte Präsident Roosevelt den Goldgehalt, der einen US-Dollar definieren sollte, willkürlich. Sogar die Ablösung von Gold erfolgte somit mit der stillschweigenden Anerkennung, dass der Dollar immer noch mit Bezug auf Gold festgelegt wurde.
Was war der "Gold Reserve Act" aus dem Jahre 1934?
Dieses Gesetz verlieh der US-Regierung die Macht, den Wert des Dollar im Verhältnis zu Gold beliebig festzulegen.
Der US-Dollar wurde am Tag nach Verabschiedung dieses Gesetzes abgewertet ($ 20,67 für den Kauf einer Unze Gold auf $ 35,--).
Diese Abwertung führte prompt zu einem Zufluss von Gold aus anderen Ländern, da die Kaufkraft des US-Dollar immer noch ziemlich hoch war.
Die Krux bei solchen Veränderungen ist, dass kurzfristiges Denken häufig zu langfristigen Problemen führt. |
Vorheriger Artikel: Der amerikanische Vertrauensbruch Nächster Artikel: Londoner Konferenz
|
|
|